Burnout

SGAD - Schweizerische Gesellschaft für Angst & Depression


Über Burnout

Der Begriff „Burnout“ ist mittlerweile in unsere Alltagssprache eingegangen. Er stellt ein Krankheitsbild unterschiedlicher Ausprägung und Intensität dar, das auf dem Boden einer chronischen Stressbelastung entsteht, meist im Zusammenhang mit Belastungen, die eine erhöhte Leistungsbereitschaft erfordern, wie z.B. am Arbeitsplatz.

Neben psychischen Symptomen, die sich vielfach mit den Symptomen eines ängstlich-depressiven Zustandsbildes überlappen, können auch körperliche Symptome (u.a. Schlafstörungen, Herz-Kreislaufstörungen, Störungen des Hormon- und Immunsystems) auftreten.

Symptome von Burnout

Wie bereits beschrieben ist die Symptomatik eines Burnouts sehr unterschiedlich. Psychische Symptome betreffen vor allem den affektiven Bereich mit depressiven Verstimmungszuständen, Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung sowie eine Angstsymptomatik. Ein wesentliches Symptom ist die chronische Erschöpfung. Im Vordergrund der Symptomatik können auch Schlafstörungen, chronische Schmerzen sowie eine Reihe unterschiedlicher somatischer Symptome wie Herz-Kreislaufstörungen, Magen-Darmbeschwerden, Irritationen der Haut und urogenital Beschwerden vorliegen.

Behandlung von Burnout

Die Behandlung eines „Burnout“ richtet sich einerseits nach der vorliegenden Symptomatik, andererseits nach den Entstehungsbedingungen. Liegen Symptome einer Depression oder Angststörung (oder beides) vor, so erfolgt die Behandlung entsprechend der Behandlungsempfehlungen für die Therapie einer Depression oder Angststörung. Auch Schlafstörungen und Schmerzsyndrome müssen entsprechend der aktuell etablierten Behandlungsoptionen für diese Erkrankungen therapiert werden.

Die Behandlungen schliessen in der Regel psychotherapeutische, medikamentöse und weitere zusätzliche therapieverfahren (z.B. Lichttherapie, Physio-, Bewegungstherapie) ein. Hat sich ein Krankheitsbild wie z.B. eine Depression auf der Grundlage einer Burnout Aetiologie (im Rahmen einer chronischen Stressbelastung) entwickelt, sind zusätzliche, spezifische auf die Behandlung der Burnout-Konstellation bezogene Therapieoptionen einzubeziehen. In erster Linie sind hier Stressbewältigungsstrategien im Rahmen psychotherapeutischer Therapieansätze zu nennen. Hinzu kommen Methoden der Entspannung, der Ressourcenförderung und der Entwicklung einer guten Work-Life Balance.

Von besonderem Wert sind insbesondere die mit dem Patienten gemeinsam zu erarbeitenden arbeitsorganisatorischen Massnahmen am Arbeitsplatz im Hinblick auf ein Erlernen von Struktur und Effizienz, die auch das Arbeitsverhalten und die Arbeitsorganisation des Patienten selbst betreffen. Die Entwicklung von Stressbewältigungsstrategien, die Förderung von Ressourcen und gesunden Anteilen der Person durch Erholungs- und Entspannungstechniken sowie die Hilfe zur Entwicklung einer effizienten Arbeitsorganisation sind Massnahmen, die auf jeder Stufe der Burnoutprozesses zum Einsatz kommen müssen.

Der Patient selbst ist oft nicht in der Lage die Situation in der er sich befindet selbst zu erkennen. Aus diesem Grund ist es enorm wichtig, dass Personen seines Vertrauens, denen eine Veränderung des Verhaltens sowie ein erstes Auftreten von Symptomen und Warnzeichen auffallen, das Gespräch mit dem Patienten suchen mit dem Ziel ihn möglichst schnell einer professionellen Behandlung zu führen zu können.

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